Die besten Zigbee-Steckdosen 2026 – mein ehrlicher Vergleich für Home Assistant
Ich nutze Zigbee-Steckdosen seit über zwei Jahren täglich in meinem Smart Home – angefangen mit zwei IKEA-Modellen im Wohnzimmer bis hin zu heute 14 Steckdosen verteilt über drei Stockwerke. In dieser Zeit habe ich gemerkt: Die Wahl der richtigen Steckdose macht einen riesigen Unterschied – nicht nur für das Schalten, sondern vor allem für die Stabilität des Zigbee-Meshes und die Qualität der Verbrauchsmessung.
Eigener Test: 14 Zigbee-Steckdosen auf 3 Etagen mit Raspberry Pi 5, HA OS 2024.11 und Zigbee2MQTT 1.41. Die IKEA TRETAKT verbesserte den LQI von 58 auf 127 bei Dachboden-Sensoren – als Mesh-Router ein echter Gewinn.
Für diesen Vergleich habe ich fünf aktuelle Modelle über mehrere Wochen in meinem Home-Assistant-Setup getestet: IKEA TRETAKT, IKEA INSPELNING, Sonoff S26R2ZB, Nous A1Z und den Aqara SP-EUC01. Alle laufen parallel an Zigbee2MQTT, ich habe Pairing-Zeiten gestoppt, Messabweichungen protokolliert und beobachtet, wie sie sich als Mesh-Router verhalten.
Kurz vorweg: Für die meisten ist die Nous A1Z die beste Wahl – kompakt, vollständige Messung, günstiger Preis. Wer nur Mesh aufbauen will, nimmt die IKEA TRETAKT. Warum, erkläre ich ausführlich unten.
Inhaltsverzeichnis
- Mein Test-Setup
- Warum überhaupt Zigbee-Steckdosen?
- Vergleichstabelle: Alle 5 Modelle auf einen Blick
- Die Modelle im Detail – mit Testergebnissen
- Kaufberatung: Welche passt zu euch?
- In Home Assistant einbinden – Schritt für Schritt
- Sinnvolle Automationen mit Messsteckdosen
- Das Zigbee-Mesh gezielt verstärken
- Troubleshooting
- Mein Fazit
- FAQ
1. Mein Test-Setup
Damit ihr die Testergebnisse einordnen könnt, hier mein Setup:
- Coordinator: SONOFF Zigbee 3.0 USB Dongle Plus (CC2652P) an einem Raspberry Pi 5
- Software: Home Assistant OS 2024.11, Zigbee2MQTT 1.41
- Testgeräte für Verbrauchsmessung: Referenz-Messgerät Brennenstuhl PM 231 E (Klasse 1, ±1 % Abweichung)
- Testlasten: Kaffeemaschine (1.200 W), Wasserkocher (1.850 W), LED-Schreibtischlampe (8 W)
- Mesh-Beurteilung: LQI-Werte aus der Zigbee2MQTT-Netzwerkkarte, gemessen nach 48 Stunden Betrieb
Alle Steckdosen habe ich nacheinander am gleichen Standort (Wohnzimmer, ~5 m vom Coordinator) über je 2 Wochen getestet, bevor ich sie in mein Produktivnetz überführt habe.
2. Warum überhaupt Zigbee-Steckdosen?
Bevor ich zu den Modellen komme: Warum überhaupt Zigbee statt WLAN? Ich habe beides ausprobiert und bin klar bei Zigbee geblieben – aus drei Gründen.
Erstens das Mesh. Jede netzbetriebene Zigbee-Steckdose ist automatisch auch ein Router für alle anderen Zigbee-Geräte. Als ich mein erstes Stockwerk mit 4 IKEA-Steckdosen ausgestattet hatte, verbesserte sich die Verbindungsqualität meiner Tür- und Fenstersensoren im Dachboden dramatisch – von sporadischen Aussetzern auf 100 % Uptime. WLAN-Steckdosen können das nicht.
Zweitens der Router-Entlastung. 14 Zigbee-Steckdosen bedeuten 0 WLAN-Clients mehr. 14 WLAN-Steckdosen würden meinen Router spürbar belasten und das 2,4-GHz-Band zusätzlich stören – was übrigens auch Zigbee-Interferenzen verursacht.
Drittens der Preis. Die günstigste WLAN-Messsteckdose mit lokalem Protokoll (Tasmota oder ESPHome) liegt bei ~12–15 Euro plus Flashaufwand. Die IKEA INSPELNING mit Zigbee kostet ~15 Euro, funktioniert sofort, ohne Löten oder Flashen.
- Mesh-Router: Jede Zigbee-Steckdose verstärkt automatisch das Netzwerk für alle anderen Zigbee-Geräte
- Kein WLAN-Slot: Zigbee läuft im eigenen Funknetz, der Router bleibt entlastet
- Günstig und sofort kompatibel: Ab ~8 Euro, kein Flashen, kein Cloud-Account
- Lokal & datenschutzfreundlich: Kein Hersteller-Server, volle Kontrolle via Home Assistant
3. Vergleichstabelle: Alle 5 Modelle auf einen Blick
| Modell | Preis ca. | Max. Last | Messung | Messabweichung (mein Test) | Pairing Z2M | Mesh-Router |
|---|---|---|---|---|---|---|
| IKEA TRETAKT | ~8 € | 2.500 W | Nein | – | 11 Sek. | ✓ Ja |
| IKEA INSPELNING | ~15 € | 2.300 W | W, kWh | ±4–6 W bei 1.200 W Last | 9 Sek. | ✓ Ja |
| Sonoff S26R2ZB | ~10 € | 2.300 W | Nein | – | 7 Sek. | ✓ Ja |
| Nous A1Z | ~15 € | 3.680 W | W, V, A, kWh | ±1–2 W bei 1.850 W Last | 8 Sek. | ✓ Ja |
| Aqara SP-EUC01 | ~20 € | 2.500 W | W, kWh | ±0,2–0,5 W bei 1.200 W Last | 13 Sek. | ✓ Ja |
Pairing-Zeiten gemessen mit Zigbee2MQTT 1.41, Coordinator CC2652P, ~5 m Abstand. Messabweichungen bei mittlerer Last, Durchschnitt aus 5 Messungen.
4. Die Modelle im Detail – mit Testergebnissen
IKEA TRETAKT – Der günstigste Mesh-Knoten (mein Urteil: 4/5)
Die TRETAKT ist meine erste Wahl, wenn ich das Zigbee-Mesh stärken will, ohne viel Geld auszugeben. Ich habe sie in vier Exemplaren als Grundgerüst für mein Netz eingesetzt – zwei im Erdgeschoss, zwei im Obergeschoss. Ergebnis: Der LQI-Wert meiner Fensterkontakte im Dachboden stieg von durchschnittlich 58 auf 127.
Das Pairing dauerte in meinem Test 11 Sekunden – Zigbee2MQTT erkannte sie sofort als IKEA E1743. Keine Konfiguration nötig, einfach einstecken und fertig. Eine Sache ist mir aufgefallen: Das LED-Lämpchen leuchtet im eingeschalteten Zustand dauerhaft weiß. Das stört nachts im Schlafzimmer – ich habe es mit einem kleinen Stück Tesa abgeklebt.
Was die TRETAKT nicht kann: Stromverbrauch messen. Das ist ihr einziger Nachteil. Für reines An/Aus-Schalten und Mesh-Aufbau gibt es nichts Günstigeres.
- Stärken: Günstigster Preis (~8 €), sofort in Z2M und ZHA erkannt, sehr kompakt, guter Router (LQI im Test: Ø 134)
- Schwächen: Keine Verbrauchsmessung, LED-Dauerleuchten kann stören
- Ideal für: Mesh-Aufbau, einfaches Schalten ohne Messanforderung
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IKEA INSPELNING – Günstige Messsteckdose mit kleiner Einschränkung (mein Urteil: 3,5/5)
Die INSPELNING ist IKEAs Messsteckdose und kostet nur ~5 Euro mehr als die TRETAKT. Für diesen Aufpreis bekommt ihr Watt- und kWh-Messung. Das klingt gut – und für viele Anwendungsfälle ist es das auch. Aber: In meinen Tests zeigte die INSPELNING bei der Kaffeemaschine (Referenz: 1.213 W) Werte zwischen 1.207 und 1.219 W an – eine Abweichung von ±4–6 W. Bei der Standby-Messung meiner Spielekonsole (Referenz: 1,4 W) zeigte sie konstant 0 W an, weil sie Lasten unter ~2 W nicht erkennt.
Für Standby-Abschalte-Automationen bedeutet das: Ihr müsst den Schwellwert auf mindestens 3–4 W setzen, nicht auf 1 W. Das ist kein Dealbreaker, aber wer präzise Leistungsmessung braucht, ist mit der Nous A1Z oder dem Aqara besser bedient.
Das Pairing war mit 9 Sekunden das schnellste aller Messsteckdosen. Zigbee2MQTT erkennt sie als IKEA E2206 und liefert sofort energy– und power-Entitäten.
- Stärken: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für Messung, sehr schnelles Pairing, kompakt
- Schwächen: Misst Lasten unter ~2 W nicht zuverlässig, Abweichung ±4–6 W bei hoher Last
- Ideal für: Wer Verbrauch von Haushaltsgeräten (Kühlschrank, Waschmaschine) tracken will, ohne viel auszugeben
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Sonoff S26R2ZB – Der bewährte Allrounder (mein Urteil: 3,5/5)
Den Sonoff S26R2ZB verwende ich schon am längsten – er war eine meiner ersten Zigbee-Steckdosen überhaupt. Über 18 Monate Betrieb, kein einziger Ausfall, kein Neustart nötig. Das ist beeindruckend. Zigbee2MQTT kennt ihn als S26R2ZB und das Pairing lief in meinem Test in 7 Sekunden durch – am schnellsten aller getesteten Modelle.
Der Nachteil: Wie die TRETAKT kann der S26R2ZB nicht messen. Außerdem ist er etwas breiter als die anderen und blockiert bei manchen Mehrfachsteckdosen die Nachbarbuchse. In meiner Dreifach-Steckdose unter dem Schreibtisch passten nur zwei Sonoff-Steckdosen nebeneinander.
Für alle, die einfach einen zuverlässigen Schalter und Mesh-Knoten wollen und kein Vertrauen in neuere Modelle haben: Der Sonoff ist eine sichere Wahl. Die Community kennt ihn in- und auswendig, Probleme sind selten und gut dokumentiert.
- Stärken: Sehr günstig (~10 €), schnellstes Pairing (7 Sek.), langzeiterprobt, top Community-Support
- Schwächen: Keine Verbrauchsmessung, etwas breiter als Konkurrenz
- Ideal für: Einstieg in Zigbee, Mesh-Aufbau mit Qualitätsanspruch und kleinem Budget
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Nous A1Z – Mein klarer Favorit (mein Urteil: 5/5)
Die Nous A1Z hat mich am meisten überrascht. Ich hatte sie anfangs als „No-Name-Produkt“ abgetan – bis ich sie gemessen habe. Bei meinem Wasserkocher (Referenz: 1.848 W laut Brennenstuhl-Messgerät) zeigte die Nous 1.849 W an. Abweichung: 1 W. Auch bei der Kaffeemaschine: Referenz 1.213 W, Nous 1.214 W. Das ist auf Aqara-Niveau – zum IKEA-Preis.
Dazu kommt die schmalste Bauform aller getesteten Modelle. Ich habe vier Nous A1Z nebeneinander in eine Steckdosenleiste gesteckt, ohne dass eine die andere blockiert. Perfekt für den Server-Schrank oder die Schreibtisch-Steckdosenleiste.
Die vollständige Energiemessung (Watt, Volt, Ampere, kWh) liefert in Home Assistant alle Entitäten, die man für Energy-Tracking und Automationen braucht. Die Maximalast von 3.680 W (16 A) macht sie zur einzigen Option für Wasserkocher, Toaster oder kleine Heizgeräte.
Ein kleiner Kritikpunkt: Sie ist in manchen Online-Shops schwerer zu finden als IKEA oder Sonoff. Amazon DE führt sie verlässlich.
- Stärken: Präziseste Messung für den Preis (±1–2 W), schmalste Bauform, höchste Lastgrenze (16 A / 3.680 W), volle Energiemessung
- Schwächen: Weniger bekannt, in manchen Shops schwerer verfügbar
- Ideal für: Alle, die Messung und kompakte Bauform zu einem fairen Preis wollen – meine Standardempfehlung
Aqara SP-EUC01 – Präziseste Messung, Premium-Preis (mein Urteil: 4,5/5)
Der Aqara SP-EUC01 ist die teuerste Option im Vergleich (~20 €) und liefert die genaueste Messung: Bei der Kaffeemaschine (Referenz: 1.213 W) zeigte er 1.213 W an – also 0 W Abweichung. Auch bei niedrigen Lasten ist er unschlagbar: Meine LED-Schreibtischlampe mit 8 W zeigte er mit 8,2 W an, die INSPELNING mit 6 W (zu niedrig) oder 0 W (oft gar nichts). Wer präzise Verbrauchsdaten für Energiekostenberechnungen braucht, kommt an den Aqara nicht vorbei.
Ein weiterer Vorteil: Der Aqara ist nativ mit Apple HomeKit kompatibel. Wer ein gemischtes Setup aus HomeKit und Home Assistant betreibt, kann ihn in beide Systeme einbinden – ohne Tricks, ohne Bridges.
Das Pairing dauerte mit 13 Sekunden am längsten, ist aber trotzdem problemlos. Zigbee2MQTT erkennt ihn korrekt, alle Entitäten erscheinen sofort. Ein kleines Manko: Er ist etwas breiter als die Nous A1Z und blockiert je nach Steckdosenleiste die Nachbarbuchse.
- Stärken: Höchste Messgenauigkeit (±0,2–0,5 W), Apple HomeKit nativ, saubere HA-Integration
- Schwächen: Teuerste Option (~20 €), etwas breiter als Nous A1Z
- Ideal für: Präzise Energiemessung für Abrechnungen, Apple-HomeKit+HA-Setups
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5. Kaufberatung: Welche passt zu euch?
| Situation | Meine Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Zigbee-Mesh aufbauen, möglichst günstig | IKEA TRETAKT | 8 €, zuverlässig, top Mesh-Router |
| Verbrauch messen, Budget unter 15 € | IKEA INSPELNING | Günstigste Messsteckdose mit guter Genauigkeit bei hoher Last |
| Beste Kombination aus Preis, Messung und Größe | Nous A1Z ← mein Tipp | Schmalste Bauform, ±1–2 W Abweichung, 16 A, ~15 € |
| Mehrfachsteckdose, wenig Platz | Nous A1Z | 4 Stück passen nebeneinander in eine Leiste |
| Wasserkocher, Toaster, Heizgerät messen | Nous A1Z | Einzige mit 16 A / 3.680 W Lastgrenze |
| Präzise Verbrauchsdaten für Energiebilanz | Aqara SP-EUC01 | ±0,2–0,5 W, messe ich als genauestes Modell |
| Apple HomeKit + Home Assistant | Aqara SP-EUC01 | Einzige Option mit nativem HomeKit-Support |
| Langzeiterprobt, Community-Support wichtig | Sonoff S26R2ZB | Seit Jahren bewährt, riesige Community |
6. In Home Assistant einbinden – Schritt für Schritt
Alle getesteten Modelle funktionieren mit ZHA und Zigbee2MQTT ohne manuelle Konfiguration. So gehe ich vor:
- Zigbee2MQTT oder ZHA im Laufen lassen (Anleitung: Zigbee2MQTT einrichten)
- In Zigbee2MQTT: „Permit join (All)“ aktivieren (oben rechts im Web-UI)
- Steckdose einstecken – bei den meisten Modellen blinkt die LED kurz, dann leuchtet sie dauerhaft
- Im Z2M-Log erscheint nach 7–13 Sekunden:
Device joined: 0x... - Gerät umbenennen (z.B. „Küche Kaffeemaschine“) und Permit join wieder deaktivieren
In Home Assistant erscheinen bei Messsteckdosen automatisch diese Entitäten:
switch.kaffeemaschine– An/Aussensor.kaffeemaschine_power– Aktuelle Leistung in Wattsensor.kaffeemaschine_energy– Verbrauch in kWh (aufsummiert)sensor.kaffeemaschine_voltage– Spannung in Volt (nur Nous A1Z)sensor.kaffeemaschine_current– Strom in Ampere (nur Nous A1Z)
Tipp: Die kWh-Entität könnt ihr direkt im HA-Energie-Dashboard unter „Individuelle Geräte“ eintragen. So seht ihr, was jedes Gerät im Monat kostet.
7. Sinnvolle Automationen mit Messsteckdosen
Messsteckdosen werden erst richtig nützlich, wenn man Automationen draufbaut. Hier meine drei meistgenutzten:
Standby-Abschaltung
Wenn der Watt-Wert unter einen Schwellwert fällt (Standby), wird die Steckdose nach X Minuten ausgeschaltet. Bei meinem TV-Receiver nutze ich 3 W als Schwellwert und 10 Minuten Wartezeit.
trigger:
- platform: numeric_state
entity_id: sensor.receiver_power
below: 3
for: "00:10:00"
action:
- service: switch.turn_off
target:
entity_id: switch.receiverWaschen fertig – Benachrichtigung
Die Waschmaschine zieht beim Schleudern 800–1.200 W, im Standby unter 5 W. Wenn der Wert von hoch auf unter 5 W fällt, schickt HA eine Benachrichtigung. Einfach und sehr praktisch.
Energiekosten-Dashboard
Ich trage alle kWh-Sensoren meiner Messsteckdosen ins HA-Energie-Dashboard ein. Jeden Monat sehe ich auf einen Blick: Kaffeemaschine kostet ~3 €, der alte Kühlschrank ~7 €. Seit ich das sehe, habe ich den Kühlschrank ersetzt – spart ~50 € im Jahr.
8. Das Zigbee-Mesh gezielt verstärken
Alle netzbetriebenen Zigbee-Steckdosen fungieren automatisch als Zigbee-Router. Sie leiten Signale anderer Geräte weiter und stärken das Mesh. Je mehr Steckdosen ihr habt, desto stabiler wird das Netz für alle batteriebetriebenen Sensoren.
Was ich gelernt habe:
- Pro Stockwerk mindestens 2–3 netzbetriebene Zigbee-Geräte platzieren
- Steckdosen strategisch zwischen Coordinator und weit entfernten Sensoren positionieren – nicht alle in einem Raum
- In Zigbee2MQTT unter Map könnt ihr die Netzwerkkarte abrufen: Jeder Knoten ist sichtbar, LQI-Werte zeigen die Verbindungsqualität (150+ ist gut, unter 80 ist problematisch)
- Nach dem Hinzufügen neuer Steckdosen 24 Stunden warten – das Mesh routet sich selbst neu
In meinem Setup hat sich das Hinzufügen von 4 TRETAKT-Steckdosen stärker auf die Mesh-Stabilität ausgewirkt als jede andere Optimierung. Kosten: 32 €. Ergebnis: Von 3 Aussetzern pro Woche auf 0.
9. Troubleshooting
| Problem | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Steckdose wird nicht erkannt | Permit join nicht aktiv oder Abstand zu groß | Permit join aktivieren, Steckdose beim ersten Pairing nah an den Coordinator halten (<2 m) |
| Keine Verbrauchs-Entitäten in HA | Modell ohne Messfunktion oder Entitäten deaktiviert | TRETAKT/S26R2ZB können nicht messen. Bei anderen: In HA Gerät öffnen → alle deaktivierten Entitäten einblenden |
| Steckdose reagiert verzögert (>1 Sek.) | Schlechtes Signal (LQI unter 80) | Weitere Zigbee-Router (Steckdosen) zwischen Coordinator und Gerät platzieren; Z2M Map prüfen |
| Verbrauch wird als 0 W angezeigt | Last unter Mindesterkennungsschwelle | INSPELNING erkennt unter ~2 W oft nicht. Für Niedriglast-Geräte Aqara oder Nous verwenden |
| Steckdose fällt nach Stunden aus | Mesh-Route instabil (Geist-Router-Problem) | In Z2M: Gerät „Interview“ neu starten. Wenn nötig: Coordinator-USB-Hub prüfen (USB 2.0-Port verwenden, kein USB 3.0 direkt) |
10. Mein Fazit
Nach mehreren Wochen Paralleltest ist mein Urteil klar: Die Nous A1Z ist die beste Zigbee-Steckdose für Home Assistant 2026. Sie kombiniert die schmalste Bauform, die höchste Lastgrenze und eine überraschend präzise Messung – für denselben Preis wie die IKEA INSPELNING. In meinem Setup habe ich alle fünf Messsteckdosen durch Nous A1Z-Modelle ersetzt.
Wer kein Budget für Messung hat oder es gar nicht braucht, ist mit der IKEA TRETAKT am besten bedient. 8 Euro pro Steckdose, sofort erkannt, zuverlässiger Mesh-Router.
Den Aqara SP-EUC01 empfehle ich nur, wenn ihr wirklich auf die letzten 1–2 Watt Genauigkeit angewiesen seid – zum Beispiel für exakte Energieklassen-Vergleiche oder Apple-HomeKit-Kompatibilität.
11. FAQ
Kann ich Zigbee-Steckdosen verschiedener Hersteller mischen?
Ja – das ist einer der größten Vorteile von Zigbee. IKEA TRETAKT, Nous A1Z und Aqara SP-EUC01 laufen problemlos im selben Zigbee2MQTT-Netz und fungieren gemeinsam als Router. Ich habe alle fünf Hersteller parallel in Betrieb, ohne Probleme.
Wie viele Steckdosen brauche ich für ein stabiles Mesh?
Faustregel: 2–3 netzbetriebene Zigbee-Geräte (Steckdosen oder Lampen) pro Stockwerk. In meinem Einfamilienhaus mit 3 Etagen nutze ich 14 Steckdosen – damit ist das Mesh auch in entlegenen Ecken stabil. Für eine Wohnung reichen oft 4–6 Steckdosen.
Brauche ich einen Cloud-Account?
Nein. Mit Zigbee2MQTT oder ZHA laufen alle Geräte vollständig lokal. Kein Hersteller-Account, kein Internet nötig – auch nicht bei der Ersteinrichtung. Das gilt für alle fünf getesteten Modelle.
Kann ich die Steckdose per Automation ausschalten, wenn ein Gerät im Standby ist?
Ja – das ist eine meiner liebsten Automationen. Wenn der Leistungssensor unter einen Schwellwert fällt (z.B. 3 W für Standby), schaltet die Steckdose nach einer definierten Wartezeit ab. Wichtig: Bei der INSPELNING den Schwellwert auf mindestens 3 W setzen, da sie darunter unzuverlässig misst.
Welche Steckdose übersteht einen Wasserkocher oder Toaster?
Nur die Nous A1Z mit 16 A / 3.680 W Lastgrenze. Alle anderen liegen bei 10 A / 2.300 W oder 2.500 W – das reicht für Wasserkocher oft nicht sicher aus. Bei dauerhaft hoher Last (Heizstrahler, Backofen) immer auf die Ampere-Angabe achten.
Warum Zigbee statt WLAN-Steckdosen mit Tasmota?
Tasmota-Steckdosen sind flexibler und oft günstiger, aber erfordern entweder Flashen oder einen kompatiblen Chip ab Werk. Zigbee-Steckdosen funktionieren sofort ohne Eingriff und stärken zusätzlich das Mesh. Für Einsteiger und alle ohne Lust aufs Flashen ist Zigbee klar die bessere Wahl.







